Rock´n´Roll-Deutschlandmeisterschaft 2009 in Hameln (03.10.09)
Die Reise des Pingu II
Während der Schlachtenbummler-Bus mittlerweile wieder im Odenwald angekommen ist, fahren nun auch die anderen 5 Fans und ich, Pingu, der Heimat entgegen.
Für mich die perfekte Gelegenheit, den gestrigen Tag noch einmal zu durchleben…
Es fing für uns eigentlich sehr gemütlich an. Wir trafen uns um 8 Uhr beim Medienreferenten und fuhren los. Schon auf den ersten paar Metern kamen die üblichen Bemerkungen: „Ich hab sooo Hunger!“, „Ich muss dann bald mal aufs Klo!“ und „Sind wir bald daaa?“
Über die Konversation auf der Fahrt möchte ich nicht reden – ich werde wohl selbst Jahre brauchen, bis ich sie aus meinem Gedächtnis verbannt habe.
Immerhin kamen wir ohne größere Zwischenfälle im Hotel an. Dort luden wir nur unsere Sachen ab, denn wir wollten natürlich schon zu den Vorrunden in der Rattenfängerhalle in Hameln (dort wo die Ratten wohnen) sein.
Als wir eintrafen, lief gerade die Vorrunde der RR Freedance Jugend. Wir beschlossen, gleich in der Halle zu bleiben und zuzusehen, da der nächste Programmpunkt schon die Vorrunde der RR Quartett-Formation sein sollte. Es zeigte sich, dass diese Entscheidung eine gute gewesen war: Die Jugendlichen und Kinder zeigten wunderschöne Choreographien und wir waren alle begeistert von der Synchronität, den Reihen und der Motivation, die diese jungen Tänzer an den Tag legten! Das hätte wohl niemand von uns ihnen zugetraut, bevor wir es mit eigenen Augen sahen.
Trotz der tollen Auftritte fieberten wir natürlich dem Auftritt unserer eigenen Formation entgegen. In der Quartett-Klasse traten 10 Formationen an, No Gravity war als 6. an der Reihe.
Kurz vor dem Auftritt stürmten wir auf den Teppich kurz vor der Tanzfläche, um unsere Tänzer gebührend anfeuern zu können.
Hier möchte ich mich bei Katharina bedanken, die mich hochgehoben hat, so dass ich auch was sehen konnte!
Die Stimmung war einer Vorrunde entsprechend noch nicht sehr aufgeheizt, doch das Odenwälder Team schaffte es, ihre Begeisterung doch sehr deutlich zu machen. Später bestätigten uns auch die Tänzer, dass sie die Anfeuerungsrufe mitbekommen hatten.
Der Auftritt selbst war, soweit ich es sehen konnte, toll. Leider hatte ich nicht so einen guten Blick (trotz Katharina), und als Pinguin weiß ich natürlich auch nicht, worauf ich achten sollte. Egal, wir fanden es auf jeden Fall toll!
Danach hieß es abwarten. Der Moderator würde die Ergebnisse irgendwann während der nächsten Vorrunde (RR Jugend) verkünden, soviel wussten wir. Also saßen wir wie auf glühenden Kohlen und stöhnten jedes Mal, wenn er eine weitere Formation aufrief, ohne zu verkünden, wer weitergekommen war.
Als es dann zur Verkündung kam, herrschte bei uns Verwirrung, da zwar irgendjemand der Meinung war, dass unsere Formation die Startnummer 19 hatte, aber sicher war sich keiner. So jubelten wir einfach mal laut, als die Startnummer 19 aufgerufen wurde, wussten jedoch nicht mit Sicherheit, ob das für uns wirklich gut war…
Nun begaben wir uns zum Bus, wo schon die Formation mit den Schlachtenbummler Kaffee, Kuchen, Brötchen und Würste aß. Natürlich wollten wir sofort wissen, ob die Startnummer 19 gestimmt hatte. Es dauerte zwar eine Weile, irgendwann hatten wir dann aber die Bestätigung: unsere Tänzer waren in der Endrunde!
Nach einer Weile, als alle gestärkt waren und den Frauen und mir langsam kalt wurde (Ja, ich bin ein Pinguin. Aber ich lebe normalerweise in einem warmen Wohnzimmer und habe mich an dieses Klima gewöhnt), gingen wir wieder in die Halle. Dort lief gerade die Vorrunde der RR Freedance-Formationen und so wurden wir mit den Klängen von König der Löwen begrüßt.
Es folgte die Vorrunde der Masterklasse. Hier gab es wieder komplizierte Akrobatiken zu sehen, die es bei den Showformationen nicht gibt. (Diese bestehen oft nur aus Frauen oder haben zumindest wenige Männer, natürlich mit Ausnahmen.)
Gegen Ende der Master-Vorrunde kündigte der Moderator schon an, dass bald die Halle geräumt werden müsse, damit Einlass der Abendveranstaltung vorbereitet werden könne. So verließen wir die Halle nach der Masterklasse. Den Programmpunkt, der noch folgte, die Zwischenrunde der RR Freedance Jugend, verpassten wir deshalb…
Katharina, Steffi und ich wollten nicht wieder im Kalten stehen und verzogen uns daher in ein Café, in dem die heiße Schokolade allerdings schrecklich schmeckte. Kurze Zeit später kamen auch die Männer wieder, die dann doch nicht mehr draußen bleiben wollten.
Es dauerte dann doch länger als gedacht, bis die Halle wieder geöffnet hatte, so dass wir letztendlich das Café verließen und noch einige Zeit im Kalten standen.
Zunächst kamen die RR Jugend und Freedance Jugend dran, woraufhin gleich die Siegerehrung für diese beiden Klassen folgte. Obwohl wir die Formationen größtenteils schon gesehen hatten, machte es wieder Spaß zuzusehen.
Es folgten die Boogie-Tänzer. Hier gab es nur 4 Formationen, daher hatten sie auch keine Vorrunde gehabt. Eine der Boogie-Formationen, Boogie@Motion, kannten wir ja schon und auch dem ein oder anderen Leser sollten sie im Gedächtnis geblieben sein, da sie im Winter auf unserem Ball aufgetreten waren.
Boogie@Motion hatte diesmal eine neue Formation, von der wir begeistert waren, doch auch die zweite Formation, die auftrat, hatte eine tolle Choreographie.
Boogie an sich macht den Zuschauern meiner Meinung vor Allem deshalb so viel Spaß, weil man den Tänzern ihre Freude ansieht und die Bewegungen so beschwingt aussehen…
Nun war aber wieder die Quartett-Klasse dran und wir wurden allmählich alle hibbelig. Damit wir schneller auf den schon erwähnten Teppich stürmen konnten, verließen wir schon mal unsere Plätze und positionierten uns nahe der Tanzfläche.
Die Stimmung war mittlerweile schon richtig gut, und als unsere Formation loslegte, waren wir längst nicht die einzigen, die begeistert mitklatschten.
Durch die Erfahrung von der Vorrunde hatten wir uns diesmal besser positioniert und konnten den Auftritt wesentlich besser sehen.
Bei jeder Akrobatik hielten wir fast den Atem an, und jubelten umso mehr, wenn alles geklappt hatte. Und es klappte wirklich alles! Aus unseren Augen war der Auftritt tatsächlich perfekt, nicht einmal kurze unsynchrone Stellen gab es. Natürlich war der Jubel groß, und wir waren alle plötzlich ganz aufgedreht.
Da wir die anderen Quartett-Formationen ja auch schon einmal gesehen hatten, gingen wir nach draußen. Im Foyer trafen wir dann ein paar unserer Tänzer, die ebenfalls sehr zufrieden wirkten.
Bis zur Siegerehrung dauerte es noch eine ganze Weile. Schließlich tanzten nun noch die Freedance- und Master-Formationen.
Zur Siegerehrung gingen wir wieder nach unten. Erst waren die Boogie-Formationen dran. Die Gewinner waren Boogie Magic, Boogie@Motion belegte den zweiten Platz.
Dann war es endlich so weit. Die sieben Formationen, die die Vorrunde überlebt hatten, verteilten sich auf der Tanzfläche. Der siebte Platz ging an eine andere Formation – zu unserer großen Freude. Für unsere Formation wurde es der sechste Platz, was uns schon etwas überraschte.
Natürlich freuten wir uns, denn ein sechster Platz ist eine große Leistung, vor Allem wenn man bedenkt, dass eine unserer Tänzerinnen überhaupt erst seit kurzer Zeit mittanzt, was man beim Auftritt überhaupt nicht bemerken konnte.
Trotzdem hatte uns der Auftritt so gut gefallen und war so gut gelaufen, dass wir unsere Formation schon ein Stück weiter oben auf der Liste gesehen hatten.
Gewinner wurden die Quartett Formation aus Flensburg, was auch unsere Tänzer schon vorhergesagt hatten.
Bei den Freedance Formationen gewann 2Male4U+X. Diese Formation besteht, anders als üblich ist, aus 7 Männern und 3 Frauen. Vor 2 Jahren waren sie noch eine komplette Männergruppe und belegten ebenfalls den ersten Platz.
Die Gewinner der Masterklasse war das Dream Team aus Anzing.
Während der Siegerehrungen trafen wir auf Rainer, der sich von den Ergebnissen enttäuscht zeigte. Und zwar nicht von der Formation, die seiner Meinung nach gerade ihren besten Auftritt aller Zeiten getanzt hatten. Er erklärte sich den 6. Platz damit, dass die Akrobatiken deutlich weniger Gewicht in der Wertung haben als die Fußarbeit. Die Stärke unserer Formation liegt aber vor Allem bei den Akrobatiken, was ja auch beim Rock´n´Roll der Teil ist, der wirklich Spaß macht und für die Zuschauer besonders interessant ist.
Man kann wohl zurecht sagen, dass unsere Tänzer mit Abstand die besten, interessantesten und präzisesten Akrobatiken der Quartett-Klasse gezeigt haben.
Auf dem Weg zum Auto trafen wir auf einen Teil der Formation und konnten uns davon überzeugen, dass sie sich über den 6. Platz trotz Allem freuten.
Der Schlachtenbummler-Bus stand zwar noch auf dem Parkplatz, als wir uns auf den Weg zum Auto machten, machte sich dann aber noch auf den Weg zurück nach Erbach.
Nach einem Abstecher zu McDonald´s trafen wir im Hotel an und waren froh, dass wir schnell ins Bett fallen konnten.
Der Tag war sehr schön und äußerst spannend, aber natürlich auch anstrengend (wobei es für uns wohl entspannter war als für alle anderen…).
In etwa einer Stunde sind dann auch wir wieder zu Hause und können uns schon auf die Meisterschaft im nächsten Jahr in Anzing freuen.
Als Maskottchen möchte ich mich zunächst bei der Formation bedanken, die das TZO wieder einmal wunderbar vertreten hat! Ihr wart super, macht einfach weiter so!
Außerdem gilt mein Dank allen, die die Fahrt auf sich genommen und unsere Tänzer tatkräftig unterstützt und angefeuert haben. Auf dass die Fangruppe mit jedem Jahr wächst!
Euer Maskottchen Pingu
mit Hilfe von Steffi